Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn zurueck-20 Jahre Bruecke-Kruecke-weiter
weiter...

Gregor
Als 1981, im Internationalen Jahr der Behinderten, eine Gruppe von behinderten und nichtbehinderten jungen Menschen nach Rom fuhr, hätte keiner ahnen können, dass damit der Grundstein für die Gruppe "Brücke-Krücke" gelegt war.
Zwei Jahrzehnte später haben wir allen Grund, uns an diese Begebenheit zu erinnern.

Aus den Anfängen von damals hat sich längst eine Gruppe entwickelt, auf die die Stadt stolz sein kann. Der Wunsch der Beteiligten, die entstandenen Freundschaftlichen Kontakte zu vertiefen, führte dazu, dass nach dem Ende der Freizeit im Rom eine Reihe gemeinsamer Unternehmungen und eine Weitere gemeinsame Fahrt im darauffolgenden Jahr geplant wurden. Die Gruppe selbst, aber auch der Umfang ihrer Aktivitäten haben sich seither erheblich ausgeweitet.

Gegenwärtig gehören etwa 200 behinderte und nichtbehinderte Menschen zur Gruppe, die meisten Gruppenmitglieder sind im Alter zwischen 14 und 26 Jahren.
Viele der behinderten Mitglieder werden in der Gruppe "alt". Es gibt keinen offiziellen Mitgliedsstatus, vielmehr bestimmt jede und jeder einzelne die jeweilige Zugehörigkeit zur Gruppe selbst durch das Maß und die Art der Teilhabe an gemeinsamen Aktivitäten. Das Prinzip der Selbstorganisation und auch die bunt gemischte Zusammensetzung der Gruppe prägen den Charakter des Projekts "Brücke-Krücke" ganz entscheidend.
Trotz einer gewissen Fluktuation, die auch durch den relativ hohen Anteil von studierenden bedingt ist, zeichnet sich "Brücke-Krücke" durch ein hohes Maß an personeller Beständigkeit aus. Dies spiegelt, neben der von Offenheit, gegenseitigem Respekt und vielen freundschaftlichen Kontakten geprägten Atmosphäre innerhalb der Gruppe, deren Attraktivität und Bedeutung für die meisten Beteiligten wider.
Neben zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten wie das sogenannte "Große Essen", Tagesausflügen, dem Ahrhütte-Wochenende und der Sommerfreizeit besteht seit August 1991 die "Integrative Wohngemeinschaft von Brücke-Krücke", ein modellhaftes Projekt, bei dem 10 junge Menschen auf Dauer zusammenleben.

Die Stadt Bonn unterstützt die Gruppenarbeit und fördert sie mit jährlichen Zuschüssen. Sie dokumentiert damit die Bedeutung dieser Gruppe für die Jugendlichen in Bonn. Die Arbeit der Gruppe wurde 1986 durch die Verleihung des "Preises für bürgerschaftliche Selbsthilfe in der Stadt Bonn" anerkannt.

Ich persönlich freue mich, dass der Gruppe "Brücke-Krücke" - und das nach 20 Jahren - nichts von der Anfangsenergie verloren gegangen zu sein scheint, sondern dass sie vielmehr noch gewachsen ist. Ich wünsche den Mitgliedern für die Zukunft alles Gute.

Bärbel Dieckmann
Oberbürgermeisterin

zurueck-20 Jahre Bruecke-Kruecke-weiter
weiter...


Brücke-Krücke Webmaster